Basisinformationen über das Projekt

Projektdauer:

01.07.2018 - 30.06.2022

Genehmigte EFRE-Mittel:

1 016 310,20 €

Projektnummer:

ATCZ172

Akronym:

REEgain

Lead partner:

IMC Fachhochschule Krems GmbH, Department Life Scienes - Institut für medizinische und pharmazeutische Biotechnologie

Ansprechperson des LP:

Dominik Schild

Projektpartner:

  • Mikrobiologický ústav AVČR, Centrum ALGATECH
  • Universität für Weiterbildung Krems (Donau Universität Krems), Zentrum für Biomedizinische Technologie
  • Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Department for General Health Studies, Institut for Water & Health

Über das Projekt:

Entwicklung einer anwendbaren Recycling- Technologie zur Wiedergewinnung von Seltenen Erden aus Elektronikabfällen und Abwässer

Jüngste Ereignisse

04.09.2019 - 07.09.2019
Die Projektleiterin des tschechischen Projektpartners Dr. Milada Vítová nahm an der 16. internationalen Konferenz CEST 2019 (Conference on Environemental Science and Technology) in Rhodos teil.
Veranstaltungsart: Konferenz
09.05.2019
Am 9. Mai fand heuer, in Ergänzung zum alljährlichen Life Science Meeting am IMC FH Krems, das erste Symposium zum Interreg REEgain Projekt ATCZ172 statt.
Veranstaltungsart: Konferenz
09.10.2018
Am 9. Oktober 2018 hatten wir die Möglichkeit im Zuge der Eröffnung der Core Facility Campus Krems, das Interreg V-A ATCZ Projekt REEgain in Form eines Posters vorzustellen.
Veranstaltungsart: Sonstiges

Detailinformation

Seltene Erde werden in elektronischen Geräten wie Handys, Computern oder Energiesparlampen eingesetzt. Deren Verfügbarkeit ist aber beschränkt und es gibt keine umweltfreundliche Recyclingmethoden. Daher haben es sich die Partner in diesem Projekt zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit der regionalen Industrie eine anwendbare Recycling-Technologie zu entwickeln, die Seltene Erden aus Elektronikschrott rückgewinnen kann. Ziel ist es, diese Technologie anschließend für die Wirtschaft in Programmgebiet nutzbar zu machen. Die Region profitiert hierbei durch den Gewinn an Expertise und die Verfügbarkeit eines wertvollen Rohstoffs. Die aufwändige und teure Gewinnung, wie auch das knappe Angebot dieser Rohstoffe auf dem Weltmarkt lässt die Preise von seltenen Erden kontinuierlich wachsen. Aktuell hat sich die Volksrepublik China annähernd das Monopol im Abbau und Handel dieser Metalle gesichert.  Durch den stetigen technischen Fortschritt ist es heute bereits abzusehen, dass sich die Versorgungslage von Seltenen Erden als kritisch erweisen wird und dadurch der Ausbau von Zukunftstechnologien gefährdet sein kann. Dieser Entwicklung wollen die Projektpartner mit einer neuen Technologie begegnen. Um diese Aufgabe zu erfüllen, ist es notwendig, ein internationales Konsortium, bestehend aus Vertretern der Tschechischen Akademie der Wissenschaften (Institut für Mikrobiologie, AV ČR), der IMC Fachhochschule Krems, der Donau Universität Krems (DUK) und der Karl Landsteiner Privatuniversität (KL), zusammenzustellen. Die Mission dieses Konsortiums ist es eine gemeinsame Lösung für eine Rückgewinnung von Seltenen Erden aus Abfällen, z.B. Elektronikschrott, zu finden. Hierfür wird eine noch nie eingesetzte Variante verwendet, das Recycling durch Mikroorganismen (Bakterien und Algen). Um dieses komplexe Problem zu lösen, ist die Kompetenz aller Projektpartner notwendig.  Die 4-jährige Laufzeit ergibt sich aus den langen Kultivierungszyklen und der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.


Die AV ČR und die FH Krems steuern die Expertise für die Verwendung der Mikroorganismen bei. Die AV ČR verfügt über die Kompetenzen, die für Anreicherung von Seltenen Erden in Algen notwendig ist. Die FH Krems nutzt ihre Erfahrungen für die gleiche Aufgabe unter Verwendung von extremophilen Mikroorganismen.  Beide Organisationen liefern die jetzt mit seltenen Erden angereicherte Zellmasse an die DUK, die Experten für die Auftrennung dieses Materials sind. Diese Auftrennung ist notwendig um die einzelnen Seltenen Erden separieren zu können. Die KL trägt die Verantwortung für die Analytik (Identifikation und Quantifizierung der Seltenen Erden in den Proben). Um die Vision einer neuartigen, umweltfreundlichen Technologie zu realisieren, stehen die Projektpartner in ständigem Austausch mit den strategischen Partnern. Dadurch kann garantiert werden, dass der Market-Need und die technologischen Möglichkeiten der Wirtschaft in der Programmregion in der Entwicklung berücksichtigt werden.

Projektoutputs

  • Etablierung einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Technologie zur Rückgewinnung Seltener Erden.
  • Wissenstransfer an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen