Basisinformationen über das Projekt

Projektdauer:

01.09.2018 - 31.08.2021

Genehmigte EFRE-Mittel:

595 547,29 €

Projektnummer:

ATCZ190

Akronym:

SAFEBRIDGE

Lead partner:

Universität für Bodenkultur Wien, Department für Bautechnik und Naturgefahren, Institut für Konstruktiver Ingenieurbau, Österreich

Ansprechperson des LP:

alfred.strauss@boku.ac.at

Projektpartner:

  • Vysoké učení technické v Brně

Über das Projekt:

Konzept vertiefter numerischer zuverlässigkeitsorientierter Bewertungsmethoden für Brückensysteme

Jüngste Ereignisse

28.05.2020 - 26.06.2020
Am 28.-29. Mai 2020 und 25.-26. Juni 2020 organisiert die BOKU Universität in Wien das 2. Training School in Form eines Webinars. Der Kurs wendet sich an tschechische und österreichische strategische Partner und eingeladene Experten im Bereich der Überprüfung des aktuellen Zustands und der Zuverlässigkeit von Brückenstrukturen. Nähere Informationen zum Kursinhalt finden Sie in den beigefügten Dokumenten.
Veranstaltungsart: Schulung
21.02.2020
Am 21.02.2020 fand das fünfte Meeting mit den Österreichischen Strategischen Partnern in Wien statt. Während des Treffens wurden Teilaktivitäten und Projektergebnisse diskutiert, mit Schwerpunkt auf den Themen der kommenden Trainingsschule.
Veranstaltungsart: Round Table

Detailinformation

Das Straßennetz in der Region Wien, NÖ und Mähren steht vor großen Herausforderungen: alternde Bausubstanz, steigende Verkehrslasten, Auswirkungen des Klimawandels, neue Qualitätsanforderungen und ein begrenztes Budget für die Straßeninfrastruktur. Um ein zuverlässiges Straßennetz aufrechtzuerhalten, müssen neue, innovative Ansätze verfolgt werden. Insbesondere gilt dies auch für Brückenbauwerke. Derzeit beruht deren Erhaltungsmanagement auf turnusmäßigen Bauwerksprüfungen. Schäden werden erst entdeckt, wenn sie offensichtlich sind. Dieses Vorgehen ist schadensbasiert und reaktiv. Schäden und Probleme des Bauwerks kündigen sich jedoch oftmals bereits im Inneren der Struktur, durch die tatsächlichen, aber oft unbekannten Einwirkungen auf das Bauwerk, an. Die Brücken der Zukunft sollten in der Lage sein, bereits zu einem früheren Zeitpunkt und ergänzend zu den Bauwerksprüfungen eine Auskunft über ihren Zustand und dessen Entwicklung zu geben.

Ziel des Projektes "SAFEBRIDGE" ist es, vertiefte numerische zuverlässigkeitsorientierte Bewertungsmethoden für Brückensystemen (entsprechend der ONB4008 Level III) zu konzipieren und einer größeren Anzahl von Ingenieurbüros als auch den Betreibern von Infrastrukturen  in der Region Wien, Niederösterreich und Mähren zugänglich zu machen. Die vertieften numerischen zuverlässigkeitsorientierten Bewertungsmethoden dienen zur Bereitstellung relevanter Informationen und zur ganzheitlichen Bewertung von Brückensystemen und haben einen signifikanten Effekt auf den effizienten und zielgerichteten Einsatz des begrenzten Budgets in der Brückenerhaltung.

Die Kernoutputs des Projektes für die Infrastrukturbetreiber (InfB.) und Ingenieursgemeinschaft (IngG.) der Region Wien, NÖ und Mähren sind (a) die Schaffung der Zugänglichkeit zu den vertieften numerischen statistischen Bausteinen und zuverlässigkeitsorientierten Bewertungsmethoden für die ganzheitliche Bewertung von Brückensystemen , (b) die Schaffung einer Guideline für die risikoreduzierte Anwendung der vertieften Verfahren, und (c) die Entwicklung eines nachhaltigen Schulungsprogrammes. Diese drei Ansätze sind bis dato in keinem der Europäischen Länder und weltweit für die IngG. und InfB. aufbereitet worden und sind daher als hoch innovativ einzustufen. 

An zehn mit den Strat. Partnern gemeinsamen ausgewählten Brückenobjekten aus der Region Wien, NÖ und Mähren werden die vertieften numerischen zuverlässigkeitsorientierten Bewertungsmethoden erarbeitet und vorgestellt und in Folge in eine Guideline übergeführt. Regelmäßige Meetings dienen dem Know-How Transfer zu und von den strategischen Partnern und der Kalibrierung des Pilotschulngsprogramms auf Basis der 10 gewählten Fallstudien.  Das Schulungsprogramm an den Univ. ist nach dem Projek der IngG. und KMUs zugänglich.

Da die Erhaltung, der Betrieb und die Bewertung der Infrastrukturanlagen grenzübergreifend ist sind die Schulungen/das Projekt ebenfalls so anzulegen.