Basisinformationen über das Projekt

Projektdauer:

01.01.2020 - 31.12.2021

Genehmigte EFRE-Mittel:

415 976,74 €

Projektnummer:

ATCZ226

Akronym:

VALID

Ansprechperson des LP:

Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Rupert Wimmer

Über das Projekt:

Dieses Projekt verfolgt drei Ziele, und zwar 1) den Aufbau und die Erweiterung von Methodenkompetenz, 2) die Erstellung einer Materialdatenbank sowie die Prozessentwicklung für bio-basierte Reststoffe, 3) die Etablierung des VALID CENTRE, einem Expertisezentrum für höherwertige Verwendung biogener Reststoffe.

Detailinformation

Dieses Projekt verfolgt drei Ziele, und zwar
1) den Aufbau und die Erweiterung von Methodenkompetenz,
2) die Erstellung einer Materialdatenbank sowie die Prozessentwicklung für bio-basierte Reststoffe,
3) die Etablierung des VALID CENTRE, einem Expertisezentrum für höherwertige Verwendung biogener Reststoffe.

VALID leitet sich aus „Added Value from Residuals“ ab und rührt daher, dass in der Programmregion in sehr ähnlicher Weise grosse Mengen an Wert-Reststoffen aus der Bier-, Wein- und Holzproduktion anfallen und das mit einem steigenden Trend. Bisherige Verwertungswege sind meist geringwertig angelegt, wie die sehr häufig praktizierte energetische Verwertung (Verbrennung). Die Projektteams der Partnerländer arbeiten seit Jahren in diesem Fachbereich zusammen, haben international publiziert und nun werden weitere Partner hinzugezogen sodass ein Kompetenznetzwerk entsteht, das sich in seiner Analytik- und Prozesstechnologie-Ausstattung ergänzt und neue Möglichkeiten kollaborativ umgesetzt werden. Das Konsortium ist breit aufgestellt und deckt die Bereiche Naturstoffchemie, Naturstofftechnologie, Prozesstechnologie sowie biotechnologische Verfahren ab. Damit können überadditive Effekte in der Forschung erzeugt werden, was für das interdisziplinäre Projektthema  von hoher Relevanz ist. Die Ergebnisse haben enormes Umsetzungspotential für die Industrie, mit Schaffung neuer Arbeitsplätze, sowie für die regionale Entwicklung. Als Ergebnisse könnten Produkte wie bio-basierte Kleber aus Biertreber, Lignin-Nanopartikel, polyphenolische-Inhaltsstoffe aus Weintrester mit z.b. phytotoxischen Wirkungen, oder phenolische Holz-Extraktstoffe im Mittelpunkt stehen. Letztere können zur Funktionalisierung von z.B. geringerwertigen Holzarten bzw. Plattenwerkstoffe eingesetzt werden. Das Projekt ist fokussiert auf auf den Auf- und Ausbau von Forschungsinfrastruktur der Partner (insbesondere beschleunigte Extraktionsverfahren, hochspezifische Naturstoffanalyse, Partikel- und Fasercharakterisierung), wobei sich die Ausstattungen der Konsortial-Partner ergänzen und somit die gemeinsamen Möglichkeiten erweitert werden.  Das Kernkonsortium MENDELU und BOKU wird durch die strategischen Partner IMC FH Krems GmbH sowie Kompetenzzentrum Holz GmbH ergänzt, die wesentliche Expertisen im biotechnologischen Bereich bzw. in der Prozessentwicklung einbringen. Das Projekt kann zusätzlich auf konkrete Unterstützungserklärungen verweisen, die von mehreren Firmen aus der Programmregion getätigt wurden.  

Projektoutputs

  • Etablierung neuer Messmethoden zur effizienten Naturstoffextraktion, der Partikel- und Fasercharakterisierung, sowie der naturstoffchemischen Analyse
  • Etablierung von Messprotokollen sowie Methodenhandbuch
  • Extraktionsprozesse zur Gewinnung von Proteinen aus Biertreber, phenolische Extraktstoffe aus Holz, Polyphenole aus Weintrester
  • Imprägnierung der gewonnen Naturstoffkomponenten in geringwertige Holzproben
  • Aufbau einer Materialdatenbank zu Roh- und Reststoffen
  • Assemblierung von Fasern und Partikeln zu plattenförmigen Werkstoffen sowie Formteilen
  • Prozessentwicklung für innovative Werkstoffe, Verbundwerkstoffe, u.a.