18.10.2022
Veranstaltungsart: Workshop

Aktuelle Entwicklungen im Umgang mit technischen Denkmälern im tschechisch-österreichischem Grenzraum verlangen einen Blick in die Zukunft.

Aktuelle Entwicklungen im Umgang mit technischen Denkmälern im tschechisch-österreichischem Grenzraum verlangen einen Blick in die Zukunft – insbesondere im Umgang mit langfristigem Erfolg. Technische Denkmäler, die eine große Zahl von BesucherInnen anziehen, stehen vor eigenen Herausforderungen, die im Rahmen des neuesten Online-ExpertInnenarbeitskreises "Pfad zum Industriepfad" im Mittelpunkt standen. Der Online-ExpertInnenarbeitskreis, welcher im Rahmen des Projektes MonumTech ATCZ261 formiert wurde, hat zum Ziel, den Austausch zwischen Denkmalschutz und Tourismus auf beiden Seiten der Grenze zu fördern.

"Nine-to-five-tourism" und "Hit and run tourism"

Der Experte Univ.-Prof. DDr. Peter Strasser, LL.M. (Zentrum für Kulturgüterschutz, Universität für Weiterbildung Krems) initiierte die Diskussion mit seinem Beitrag zum Thema Tourismus und Kulturguterhaltung. "Nine-to-five-tourism" und "Hit and run tourism" bewirken Vor- und Nachteile: einerseits Schaffung von Einkommen, Erhöhung der Bekanntheit, Mittel für Erhaltung, Bewusstsein für Schutz, anderseits Belastung für Kulturerbe, Überschreitung der Belastungsgrenze für Infrastruktur (carrying capacity) und wenig lokale Wertschöpfung. Das Ziel einer zukunftsfähigen Entwicklung ist Tourismus auf nachhaltiger Basis.

Gemeinsam entwickelte Ansätze für den tschechisch-österreichischen Grenzraum

Der Weg zum Ziel muss eine "sowohl als auch" Haltung anstreben, eine Kombination von positiven Einflüssen verbunden mit einer Vermeidung von negativen Entwicklungen. Zuerst folgt eine Situationsanalyse & Bedarfserhebung mit dem Ziel einer Analyse der bereits bestehenden touristischen Infrastruktur und des Marktes. Die Projektentwicklung & Prioritätensetzung folgt mit der Entwicklung von Tourismus- und Besucher-Strategien mit einem „low-impact-approach“. Die Projektumsetzung strebt die Einbindung der TouristInnen bei der Kulturguterhaltung ein: der Gast als SchützerIn technischer Denkmäler nach dem Motto "People protecting places".