12.08.2021
Veranstaltungsart: Workshop

Das Bewusstsein über technische Prachtstücke der tschechisch-österreichischen Grenzregion zu stärken, ist Ziel des Projekts, das derzeit in der südböhmischen Region und in Österreich durchgeführt wird. In der tschechisch-österreichischen Grenzregion befindet sich eine Vielzahl von technischen Denkmälern, die aufgrund der gemeinsamen Geschichte oft eine ähnliche technische Grundlage haben. Um nicht in Vergessenheit zu geraten, wird das Projekt MonumTech einige dieser Denkmäler als neues Tourismusprodukt vorstellen.

Am Donnerstag, den 12. August 2021, organisierte die Regionale Entwicklungsagentur Südböhmens - RERA a.s. ein Treffen von Vertretern der Projekt- und strategischen Partner des tschechisch-österreichischen Projekts Gemeinsame Entstehung und Geschichte, Gegenwart und Zukunft technischer Denkmäler tschechisch-österreichischer Grenzregion. Ziel des gemeinsamen Workshops in Räumlichkeiten der Technischen und Ökonomischen Hochschule in Budweis (VŠTE) war es, die Kategorien der zu popularisierenden Denkmäler zu bestimmen. Die bereits erwähnte VŠTE ist auch einer der Projektpartner, der einen Vergleich der technologischen Möglichkeiten von Konstruktionen von vor hundert Jahren und heute ins Projekt mitbringen wird. "Gleichzeitig wollen wir die 3D-Modellierung bei den Denkmälern nutzen, deren Baurekonstruktion derzeit fast unmöglich ist, die wir aber trotzdem mit den heutigen technologischen Möglichkeiten im Grunde wiederbeleben können", ergänzt Vojtěch Stehel, Rektor der VŠTE.

Patrik Červák, Leiter der Abteilung für Kultur und Denkmalschutz des Amts der Südböhmischen Region, hält das Thema ,,technische Denkmäler“ unter dem Gesichtspunkt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ebenfalls für sehr interessant und erwartet von dem Projekt wertvolle Ergebnisse der Kartierung und Dokumentation des technischen Kulturerbes der Region, die vom Regionalbüro der Südböhmischen Region bei seinen eigenen Aktivitäten im Bereich des Denkmalschutzes weiter genutzt werden können. "Ich halte auch die Förderung von technischen Denkmälern für sinnvoll, die dazu beitragen kann, dieses Segment des kulturellen Erbes stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, und begrüße sehr den gegenseitigen Erfahrungsaustausch und die grenzüberschreitenden Diskussionen über die Möglichkeiten des Schutzes technischer Denkmäler oder deren Nutzung im Tourismus ", fügte Patrik Červák hinzu.

Laut Tomáš Cílek, Direktor von RERA a.s. und Hauptkoordinator des Projekts, hat die Vorbereitung des Projektkonzepts von der ersten Idee fast ein Jahr gedauert und nun kann sich die Öffentlichkeit auf Fernsehreportagen über einzelne Denkmäler aus beiden Regionen oder neue thematische Kartenunterlagen für Touristen freuen. Das Projekt wird bis Ende 2022 laufen.

Das Projekt MonumTech (Projektnummer ATCZ261) wird im Rahmen des Operationellen Programms INTERREG V-A Österreich-Tschechische Republik durchgeführt. Der Leadpartner des Projekts ist die Regionale Entwicklungsagentur Südböhmen - RERA a.s., die seit mehr als 20 Jahren Projekte mit


Schwerpunkt auf grenzüberschreitender und internationaler Zusammenarbeit in der Region Südböhmen vorbereitet und leitet. Weitere Partner sind die Universität für Weiterbildung Krems, Technische und Ökonomische Hochschule in Budweis und das Nationalinstitut für Denkmalpflege. Als strategische Partner sind an dem Projekt beteiligt: Das Amt der Südböhmischen Region - Abteilung für Kultur und Denkmalschutz, Das Amt der NÖ Landesregierung - Abteilung für Denkmalschutz, TICCIH Austria und die Waldviertel Akademie. Weitere Informationen über das Projekt sind auf der Website von RERA a.s. zu finden (auf Tschechisch): http://www.rera.cz/mezinarodni-projekty/#MonumTech.

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