Basisinformationen über das Projekt

Projektdauer:

01.01.2017 - 31.12.2020

Genehmigte EFRE-Mittel:

1 414 252,90 €

Projektnummer:

ATCZ37

Akronym:

Malsemuschel

Lead partner:

Ministerstvo životního prostředí

Ansprechperson des LP:

Jan Šíma (jan.sima@mzp.cz)

Projektpartner:

  • Výzkumný ústav vodohospodářský T.G. Masaryka, veřejná výzkumná instituce
  • Agentura ochrany přírody a krajiny ČR
  • Jihočeský kraj
  • Amt der Oberösterreichischen Landesregierung

Über das Projekt:

Ziel des Projektes Malsemuschel ist die Populationstärkung der vom Aussterben bedrohten Flussperlmuschel im Grenzfluss Maltsch durch Aussetzen von jungen Individuen, Beschreibung der genauen Gründe, warum sich die Art an diesem Standort langfristig nicht vermehrt und Erarbeitung von Grundlagen zur Verbesserung der Wassersqualität und zur Verringerung von Erosion im ganzen grenzüberschreitenden Einzugsgebiets.

Jüngste Ereignisse

08.05.2019
Mittwoch 8.5.2019 findet eine öffentliche Exkursion statt, zu der alle herzlich eingeladen sind.
Veranstaltungsart: Seminar
25.03.2019 - 27.03.2019
Die Projektpartner präsentierten das Malsemuschel-Projekt auf der internationalen Süßwasser-Muschelkonferenz in Dresden.
Veranstaltungsart: Konferenz
04.01.2019 - 20.12.2019
Im Jahr 2019 wird im weiteren Projektgebiet eine Ausstellung zum Schutz der Flussperlmuschel stattfinden. Der aktuelle Ort der Ausstellung wird auf der FB-Seite des Projekts aktualisiert.
Veranstaltungsart: Ausstellung

Detailinformation

Projektziel ist die Populationstärkung der vom Aussterben bedrohten Flussperlmuschel im Grenzfluss Maltsch durch Aussetzen von jungen Individuen, Beschreibung der genauen Gründe, warum sich die Art an diesem Standort langfristig nicht vermehrt und Erarbeitung von Grundlagen zur Verbesserung der Wassersqualität und zur Verringerung von Erosion im ganzen grenzüberschreitenden Einzugsgebiets.

Die wichtigsten Outputs sind: Aussetzen von gezüchteten Flussperlmuscheln aus mehreren Zuchtzyklen in den Grenzfluss; Beschreibung der Lebensstandort-Mängel dieser Art, die derzeit die Vermehrung der Muschel verhindern; Erstellung von grenzüberschreitenden konzeptionellen Dokumenten zur Verbesserung des gesamten Einzugsgebietes. Nicht zuletzt wird die Schaffung von Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Forstverwaltungen, Fischern und Naturschutzgruppen in der Tschechischen Republik und Österreich gefördert, die durch das gemeinsame Interesse an der aussterbenden Art, als Indikator für saubere Flüsse, verbindet. Die Flussperlmuschel wird zugleich als eine Schirmart (nach Definition der IUCN) einer Reihe von anderen seltenen Organismen der klaren Bergbächen und als symbolische Indikator für einen sauberen Fluss hervorgehoben, der auf beiden Seiten der Grenze verwaltet wird. Ergebnisse werden durch drei Arbeitspakete und durch Publizität erreicht.

Zu den geplanten Maßnahmen gehören:
1) Direkte Förderung der Flussperlmuschel und deren Wirts (Bachforelle), Anpassung der Lebensstandorte des Wirts
2) Verfeinerung der Informationen über den Lebensraum, Maßnahmen zur Reduzierung weiterer Schäden des Lebensraums, Identifizierung von Bedrohungen durch Monitoring des Lebensraums
3) Wirksamerer Schutz der Art durch gezielte Aufklärung der wichtigsten Akteure im Einzugsgebiet

Das Projekt basiert auf Best Practices Maßnahmen, hat zugleich einen innovativen Charakter. Zum ersten Mal in Europa wird für das Bestimmen der Aussetzorte eine Drei-Stufen-Wahl verwendet.
1) Zuerst wird die Stabilität und die Durchlässigkeit des Bodens bewertet
2) Das jährliche Monitoring des Sauerstoffgehalts und der Wasserreinheit unter dem Flussboden wird mit automatischen Sonden durchgeführt
3) Überprüfung des Überlebens der Muscheln auf den ausgewählten bestmöglichen Standorten erfolgt durch die Bioindikation (mit Hilfe von kleinen Muscheln in Käfigen)
Auf die bestmöglichen Standorte werden gezüchtete Individuen ausgesetzt.
Ein weiterer innovativer Ansatz ist die Detailarbeit mit den Beteiligten (Grundbesitzer, Anwohner und lokale Fischer, Förster, Landwirte und Gemeinderäte auf beiden Seiten der Grenze). Nur durch eine wirkliche Beteiligung der lokalen Akteure ist es möglich, die für die Reproduktion der Art notwendige Wasserqualität am Trinkwasserniveau zu erreichen. Durch die  Sensibilisierung wird der Schutz dieser Art vor negativen menschlichen Aktivitäten erhöht (z. B. direkte Tötung von Individuen wegen Perlensuche).

LP MŽP ČR: https://www.mzp.cz/cz/projekt_malsemuschel 
PP VÚV TGM, v.v.i.: https://www.vuv.cz/index.php/cz/vyzkumne-odbory/odbor-aplikovane-ekologie/oddeleni-specialni-hydrobiologie-a-ekologie#resene-projekty
PP AOPK ČR: http://www.ochranaprirody.cz/druhova-ochrana/malsemuschel/
PP JčK: https://zp.kraj-jihocesky.cz/podpora-prirozeneho-prostredi-a-vyskytu-perlorodky-ricni-v-povodi-malse.html 
PP WW-HW: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/206138.htm 

Projektoutputs

  • Koordiniertes Schutzmanagement von oligotrophen Einzugsgebieten mit Flussperlmuschel
  • Identifizierung des Zustandes, der Verschmutzung Quellen und Verbesserung der hydromorphologischen Situation des Einzugsgebiets
  • Unterstützung der Reproduktion und der Häufigkeit von jungen Flussperlmuscheln in der Population