Basisinformationen über das Projekt

Projektdauer:

01.10.2017 - 31.12.2020

Genehmigte EFRE-Mittel:

1 845 408,71 €

Projektnummer:

ATCZ45

Akronym:

ConNat AT-CZ

Lead partner:

Nationalpark Thayatal

Ansprechperson des LP:

Christian Übl, BSc

Projektpartner:

  • Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Naturschutz
  • Agentura ochrany přírody a krajiny České republiky
  • Botanický ústav Akademie věd České republiky, v.v.i.
  • Jihočeský kraj
  • Kraj Vysočina
  • Österreichische Bundesforste AG
  • Österreichischer Naturschutzbund, Landesgruppe NÖ
  • Správa Nárdodního parku Podyjí
  • Universtität für Bodenkultur Wien
  • NÖ.Regional.GmbH

Über das Projekt:

Das übergeordnete Projektziel ist, im Sinne der EU-Strategie zur Grünen Infrastruktur, die großräumige Lebensraumvernetzung zwischen NÖ Kalkalpen, Böhmerwald, Böhmisch-Mährischen-Höhen u. Karpaten zu sichern, über die Grenze zu verknüpfen und die Kernlebensräume durch abgestimmte Managementmaßnahmen zu erhalten.

Jüngste Ereignisse

04.12.2019
Management von invasiven Arten in der Praxis - Fachseminar mit Fokus auf praktische Methoden - Mittwoch, 4. Dezember 2019 | 9:30 - 15:30 - Brauerei vinice Hnanice, nám. sv. Wolfganga 97, Hnanice
Veranstaltungsart: Seminar
19.10.2019 - 20.10.2019
Das grenzüberschreitende Workcamp wird vom Naturschutzbund NÖ organisiert und vom Service Civil International (SCIÖsterreich), der Kulturinitiative Amaliendorf-Aalfang und dem Naturpark Heidenreichstein unterstützt.Um Anmeldung bis 4. 10. 2019 wird gebeten - noe@naturschutzbund.at Bei dem Naturschutzbund-Wochenendeinsatz werden wir notwendige Biotoppflegemaßnahmen im Haslauer Moor und in der Gemeindeau durchführen und Gebüsche und kleine Bäume entfernen. Auch Maßnahmen zur Verbesserung der Hydrologie werden vorbereitet. Neben der praktischen Arbeit gibt es die Möglichkeit, viel Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt der Moore im Waldviertel und über deren Ökologie zu erfahren.
Veranstaltungsart: Workshop
24.09.2019
Beim vierten Treffen zum Austausch im praktischen Schutzgebietsmanagement dreht sich alles um Lebensraumbedingungen von Wasservögeln an Fischteichen. Das vierte Treffen zum Austausch im praktischen Schutzgebietsmanagement findet am 3. Oktober in Třeboň, Tschechien, statt. Dabei stehen die Lebensraumbedingungen von Wasservögeln an Fischteichen im Mittelpunkt. Vortragende zu diesem Thema werden sein: Mag. Dr. Georg Bieringer - Technischen Büro für Biologie Mag. Dr. Christian Bauer - Bundesamt für Wasserwirtschaft; Institut für Gewässerökologie und Fischereiwirtschaft; Abteilungsleiter - Ökologische Station Waldviertel Mgr. Vlastimil Peřina - Nature Conservation Agency of the Czech Republic; Protected Landscape Area Železné hory RNDr. Miroslav Hátle, CSc.- Nature Conservation Agency of the Czech Republic; Protected Landscape Areas Třeboňsko Mgr. Tomáš Bodnár - Nature Conservation Agency of the Czech Republic; Regional department in South Bohemia Nach den Vorträgen sind die TeilnehmerInnen des Treffens herzlich dazu eingeladen, an einer Exkursion zu Teichen in der Umgebung teilzunehmen. Anmeldefrist ist der 30. September 2019. Anmeldung und Kontakt Mgr. Lucie Štefanská lucie.stefanska@nature.cz Oddělení druhové ochrany živočichů Agentura ochrany přírody a krajiny ČR Kaplanova 1931/1, 148 00 Praha 11 Mob.: 733 623 587 www.nature.cz
Veranstaltungsart: Workshop

Detailinformation

Der gemeinsame Landschaftsraum zwischen den NÖ Regionen Mostviertel, Waldviertel, Weinviertel u. den Kreisen Südböhmen, Vysocina u. Südmähren wird durch Verbauung, Straßen u. intensive Nutzung zunehmend zerschnitten, Wildtiermigrationskorridore werden unterbrochen. Wichtige Schutzgebiete und naturnahe Landschaften (Kernlebensräume) wie die Nationalparks Thayatal u. Podyji od. die Ramsargebiete u. Moore des Waldviertels u. Südböhmens werden isoliert u. durch fehlenden Artenaustausch in ihrer Biodiversität beeinträchtigt. Neben der Verinselung gibt es in den Kernlebensräumen weitere Beeinträchtigungen z.B. durch Torfabbau, Entwässerung. Das übergeordnete Projektziel ist, im Sinne der EU-Strategie zur Grünen Infrastruktur, die großräumige Lebensraumvernetzung zwischen NÖ Kalkalpen, Böhmerwald, Böhmisch-Mährischen-Höhen u. Karpaten zu sichern, über die Grenze zu verknüpfen u. die Kernlebensräume durch abgestimmte Managementmaßnahmen zu erhalten. Damit sollen Natura 2000 Schutzziele umgesetzt, die Biodiversität, weitere Ökosystemdienstleistungen der Landschaft und attraktiver Erholungsraum für die Bevölkerung gesichert werden. 5 grenzüberschreitende Mechanismen werden zur Sicherung von Lebensraumvernetzung u. Wildtierkorridoren, zu Moorschutz u. Wildkatzenbestandsstützung beitragen u. Managementkonzepte für die Waldlebensräume und Pflanzenwelt der Nationalparks Thayatal u. Podyji liefern. Die Etablierung einer grenzüberschreitenden Arbeitsgruppe auf Umsetzungsebene der Schutzgebietsmanagements ermöglicht erstmals regelmäßigen Austausch in praktischen gemeinsamen Fragen. Weiters werden 2 Elemente der Grünen Infrastruktur in Form revitalisierter Moore u. lokaler Netze naturnaher Landschaftselemente geschaffen. Bewusstseinsbildende Maßnahmen werden  Stakeholdern, der regionalen Bevölkerung u. Besuchern den Wert des natürlichen Erbes näherbringen und Verständnis f Maßnahmen schaffen.
Dazu wurde eine breite Partnerschaft mit 11 Partnern (5 CZ, 6 AT) gebildet mit wissenschaftlicher u. praktischer Erfahrung in Naturschutz, Wildtierökologie sowie Raum- u. Regionalplanung in Regionen, Kleinregionen u. Gemeinden.  Die Nationalparks Thayatal u. Podyji nutzen die Outputs direkt in ihren Managementplänen und der Umsetzung. Die ÖBF sind Partner für praktische Umsetzungen. Durch die direkte Beteiligung der Kreise Südböhmen u. Vysocina sowie der NÖ Naturschutzabteilung werden deren fachliches Knowhow u. die spätere Verwendung der Outputs ideal verknüpft. Die Erkenntnisse sind für andere Projektgebiete beispielhaft. Das Projekt schließt an Erfahrungen (CZ Habitatmodell, Alpen-Karpaten-Korridorprojekt) an, adaptiert diese aber an die unterschiedlichen Gegebenheiten. Es betrachtet Maßnahmen nicht sektoral sondern im Rahmen großräumiger Vernetzung über Staatsgrenzen hinweg. Es trägt damit zur Verbesserung der überregionalen Grünen Infrastruktur, Ecosystem-Services und nachhaltigen Entwicklung der Region bei.

Projektoutputs

  • Moorrenaturierung: Der Erhaltungszustand der Moore und ihrer Bewohner hat sich im Projektgebiet verbessert.
  • Lokales Netz erster impulsgebender Umsetzungsschritte zur Sicherung der Lebensraumvernetzung und Wildtier-Migrationskorridore im Projektgebiet laut Aktionsplan
  • Strategische Moorschutzplanung
  • Gemeinsame Darstellung der Lebensraumvernetzung u. Wildtier-Migrationskorridore sowie grenzüberschreitender Aktionsplan zur Sicherung der Lebensraumvernetzung u. Wildtier-Migrationskorridore zwischen Vysocina, Jihocesky, Jihomoravsky und Niederösterreich
  • Einrichtung eines Kernteams für grenzüberschreitenden Austausch zum Schutzgebietsmanagement und Austausch über Best Practice beim Management von Arten und Lebensräumen
  • Managementkonzept Biodiversität der Waldlebensräume und Artenschutzkonzept Gefäßpflanzen und Pilze
  • Bestandesstützungskonzept Wildkatze