30.05.2022 - 02.06.2022
Veranstaltungsart: Sonstiges

Beim viertägigen Forschungscamp des EduSTEM-Projekts am Wasserkraftwerk Sedlice in der Region Vysočina haben Ende Mai/ Anfang Juni tschechische und österreichische Schulen gemeinsam geforscht. Es waren insgesamt 40 SchülerInnen, sie stammten aus der 4. Klasse der Wiener Volksschule und der Grundschule (6. Klasse) des Pelhřimov-Gymnasiums. Seminare, Workshops und andere Outdoor-Aktivitäten gehörten zum Programm des grenzüberschreitenden Forschungscamps.

Fangschreckenzüchter Marek Nohejl kam mit lebendigen Exemplaren. Dessen Zucht umfasst rund 200 Arten von Fangschrecken und ist somit die größte in Europa. Petr Marek vom Naturschutzverein Pelhřimovska erklärte den Kindern die am häufigsten vorkommenden Vogelarten in der Umgebung, ihre Nistmethode und Besonderheiten und lernte Ihnen das Zwitschern verschiedener Vogelarten direkt in der Natur. Außerdem besichtigten die Kinder aus Tschechien und Österreich ein 90 Jahre altes Wasserkraftwerk, unternahmen mit dem Forstingenieur Pavel Suk eine Waldexkursion und erlebten eine praktische Vorführung der Holzkohleproduktion und deren Verwendung als Dünger für wachsende Pflanzen.

Der Essblumen-Workshop von der Blumenfarm in Ahorn Alley, die zur Zeit für die österreichische Firma Sonnentor Bio-Blumen anbaut, brachte den SchülerInnen neue Informationen bei. Die Kinder lernten essbare Pflanzen kennen und stellten daraus Salat- und Blütenpesto her. Beim nächtlichen Sci-Fi-Weg in die Nanowelt „Wie die Bäume sprechen“ sahen die Kinder gemeinsam eine künstlerisch aufbereitete Geschichte über die wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass ein Baum in seinem Revier ein Gleichgewicht herzustellen versteht – mit genügend Wasser, Schatten, Insekten, trotz des Wetters. Er muss nicht als Individuum überleben, sondern als ganze „Baumgemeinschaft“. Die Künstlerin Michaela Bartoňová schuf ein künstlerisches Bild auf einem Tablet, das in einer Live-Übertragung auf eine Leinwand projiziert wurde und der Berliner Pantomime, Schauspieler und Puppenspieler Ralf Lücke vervollständigte die Szene mit Bewegung und Kulissen.

Es folgte ein Workshop zu den Naturzusammenhängen, die die Kinder auch künstlerisch gestalten konnten und die Dozenten verbanden diese Naturzusammenhänge mit der vorangegangenen Aufführung. Viele Fragen wurden von den kleinen Forschern während der Vorführung des Champion-Hundes von Besitzerin Petra Bečková mit Dutzenden von Auszeichnungen von Ausstellungen in ganz Europa gestellt. Petra und Bolt demonstrierten die schwierigsten Anweisungen. Petra sprach auch darüber, was es braucht, um so einen Championhund zu haben, wie viel Zeit das Training und alles andere kostet, um solche Geschicklichkeitsprüfungen mit dem Hund zu bestehen. Beim tschechisch-deutschen Spiel auf dem Feld und bei der Zubereitung von hausgemachtem „Trdelnik“ auf dem Feuer versuchten sich die Schüler an der gegenseitigen Zusammenarbeit. Der letzte Tag begann mit gemeinsamen Dehnungen beim morgendlichen Yoga und wurde mit einem Workshop zur Herstellung von Zahnpasta und einem hydrobiologischen Workshop mit Petr Jan Juračka von der Karlsuniversität, einem der bekanntesten tschechischen Biologen und Fotografen, fortgesetzt. Der Workshop umfasste einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil mit Probeentnahmen aus dem Fluss sowie Beobachtungen unter Mikroskopen mit einer fachkundigen und engagierten Erklärung eines bekannten Biologen.

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