20.11.2018 - 20.11.2018
Veranstaltungsart: Konferenz

Unter dem Motto „Sprachen sind Brücken“ fand am 20.11.2018 das große BIG Verwaltungstreffen im Rahmen der INTERREG V-A Projekte BIG AT-HU (ATHU1), BIG AT-CZ (ATCZ5) und BIG SK-AT (SK-AT1) in Wien in der Gastgewerbeschule am Judenplatz 3 statt. Diese interessante Tagung wurde von den Wiener Partnern: Wiener Kinderfreunden und dem Europa Büro des Stadtschulrats organisiert. Viele namhafte RepräsentantInnen der österreichischen, slowakischen und ungarischen Ministerien, nationalen und grenzüberschreitenden Bildungs-verwaltungen und Stakeholdern aus der Wirtschaft und Wissenschaft folgten der Einladung und ließen die Veranstaltung so einem großen Erfolg werden.

Beleuchtet wurde diesmal das Thema des Sprachenlernens aus einer humorvoll kulinarischen (Mag.Heinrich Himmer, Bildungsdirektor Wien), wirtschaftlichen Perspektive sowie in seiner Bedeutung für die regionale Wettbewerbsfähigkeit bspw. am Beispiel von Magna Graz (Mag. Martin Amor, Junge Industrie) oder durch die Initiative „healthacross“ des niederösterr. Gesundheits- und Sozialfonds (Julia Auer) in Zusammenarbeit mit tschechischen Partnergemeinden, um im Gesundheitssystem an der Grenzregion Synergien zu nutzen.

Bei all der wirtschaftlichen Perspektive auf das Thema des Spracherwerbs ging jedoch nicht der humanistische, interkulturelle Blick auf das Thema verloren. Denn der 20.11. war auch der Tag der Kinderrechte und in vielen Statements der RednerInnen wurde stets auch das Recht des Kindes betont, mit seiner ganz speziellen Sprachbiographie wahrgenommen zu werden (Christian Morawek, Wiener Kinderfreunde). So sollte auch beim Sprachenlernen darauf geachtet werden, so Univ. Prof. Eva Vetter, dass „jeder Sprachunterricht mit Blick auf die Mehrsprachigkeit unterrichtet wird“ und, dass es „zwischen den Sprachen keine Konkurrenz geben soll“ bei gleichzeitiger Beachtung, „dass der Sprach- und Lernraum von Schule und Kindergarten nicht zu sehr überfrachtet wird“ (Mag. Heinz Josef Zitz, Bildungsdirektor Burgenland). Dies bekräftigte auch der Gastredner und Sprachbeauftragt der europäischen Union Achim Braun, in dem er mit einem Beispiel von Andy Warhol, ursprünglich aus der der heutigen Slowakei (damals: Königreich Ungarn) stammend, die Notwendigkeit auch eines positiven Selbstkonzept auch von Nationen in Hinblick auf ihre Sprachen verwies.

Zu einer „Erziehung zur Weltoffenheit“, „dem Mut, die Welt zu erkunden“ und einem „breiten Interesse für Sprachen und Kulturen“ forderten die beiden Vertreter der Ministerien, Ing. Alexandra Novotna (Slowakei) und Dr. György Nagyházi (Ungarn) auf. Denn in Zeiten der Digitalisierung sind es besonders diese skills, die junge Menschen am Arbeitsmarkt benötigen, und die wir als Bildungsverantwortliche von Kindergarten und Schule fördern sollen.

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